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Fritz Griebel: Haus im Winter (Winterlandschaft bei Bamberg)

Fritz Griebel: Winterlandschaft, 1941, fg1068
Fritz Griebel: Winterlandschaft, 1941, fg1068

In einer hügeligen Schneelandschaft steht fast in der Bildmitte ein gelbes Haus mit rotem Satteldach. Hinter dem Haus stehen kahle Bäume – ein Obstgarten? Ein dunkelbrauner Feldweg verläuft in einem Halbkreis um das Grundstück.

Die warmen Farben ziehen sofort den Blick des Betrachters auf sich in dem kühlen, von Blau- und Weißtönen dominieren Winterbild. Oberhalb der Hügellandschaft befindet sich rechts ein größeres Häuserensemble, ebenfalls in Gelb und Rot, jedoch auch mit grauer Hausfassade. Eine blaue Hügelkette scheint mit der wolkenlosen Himmelszone fast zu verschmelzen.

Die kahlen Sträucher und Bäume im Vordergrund sind beschnitten und geben den Blick auf die Schneelandschaft frei, die horizontal komponiert ist. Die senkrecht verlaufenden Grünstreifen in der weißen Bildfläche unterstützen dies. Von Fritz Griebel sind nur wenige Winterlandschaften bekannt.

Entwickelt aus den Monatsbildern der Stundenbüchern des 14. und 15. Jahrhunderts, hatten Winterlandschaften in der Romantik und im Impressionismus ihre Blütezeit …

Griebels Winterlandschaft, gemalt 1941 während des Zweiten Weltkrieges, ist von heiterer Stimmung. Der Himmel ist nicht grau verhangen. Das gelbe Haus mit rotem Dach im Zentrum ist nicht nur farbiger Akzent, sondern auch ein willkommen heißender Zufluchtsort. Der Schnee ist an einigen Stellen der Wiese bereits etwas geschmolzen, so dass das grüne Gras wieder sichtbar wird. Die beginnende Schneeschmelze könnte symbolisch als Hoffnung auf bessere Zeiten interpretiert werden.

Text: Antje Buchwald 2017

  • Fritz Griebel (1899-1976)
  • 1941
  • Malerei
  • Öl auf Leinwand
  • fg1068
  • 58 x 48 cm

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