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Kurator des Weißen Schlosses berät Künstlerinnen und Künstler

Dr. Alexander Rácz, ein Mann mit Glatze, Brille und Bart in Jeansjacke und weißem Hemd, lächelt in die Kamera und lehnt an einer Glasfläche, in der er sich spiegelt, dahinter eine Straße in Nürnberg

Seit 2019 hat Dr. Alexander Rácz die kuratorische Leitung des Museums Weißes Schloss Heroldsberg. Er hat dort unter anderem die Ausstellungen „Markus Tuscher. Meister des Barock“ (2023), „Koller und Griebel. Kunst im Dialog“ (2024), „Vertriebene“ (2024/25), „Michael Mathias Prechtl. Fränkische Meisterwerke“ (2025/26) und „Bella Italia. Das Land, wo die Zitronen blühn“ (2025/26) kuratiert. Neben seiner Arbeit für das Haus berät der Kunsthistoriker seit 2016 bildende Künstlerinnen und Künstler im deutschsprachigen Raum.

Beide Tätigkeiten hängen zusammen. Als Kurator wählt Rácz Werke aus, liest Bewerbungen und spricht mit Leihgebern, Künstlerinnen und Künstlern. Über diese Erfahrung schreibt er auf seiner Website: „Ich habe Portfolios durchgesehen, Ateliers besucht, selbst ausgewählt und miterlebt, wie andere auswählen.“ In der Beratung nennt er seinen Ansatz „Der kuratorische Blick“. Werkauswahl, Reihenfolge der Bilder, Texte und Gesamteindruck einer Bewerbung werden so geprüft, wie eine Jury, ein Kunstverein oder eine Galerie sie prüft. Danach werden sie so überarbeitet, dass sie dieser Prüfung standhalten.

Rácz hat Kunstgeschichte und Christliche Archäologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg studiert. Nach einer Doktorandenstelle an der Bibliotheca Hertziana in Rom und der Mitarbeit an einem Forschungsprojekt der Universität Zürich wurde er 2022 in Zürich promoviert. Er ist Sachverständiger für Kunst und Mitglied der Deutschen Gutachter und Sachverständigen Vereinigung (DGuSV). Für das Haus hat er unter anderem den Katalog „Vertriebene. Flucht und Neuanfang“ (2024) verfasst, außerdem erschien von ihm „Die Geuder von Heroldsberg“ (Regensburg 2024).

Die Beratung beginnt mit einem kostenfreien Erstgespräch von 30 Minuten, online oder am Telefon. Wer weiterarbeiten möchte, wählt eines von drei Paketen mit 6, 10 oder 16 Sitzungen zu je 90 Minuten per Video-Call. Die acht Themen reichen von Positionierung, Künstlerstatement und Vita über die Auswahl der Arbeiten und die Gestaltung des Portfolios bis zu Ausstellungsorten, Open Calls, einem Bewerbungsplan für zwölf Monate und der Online-Präsenz. Daneben berät Rácz zu Preisen für Kunstwerke, zur Ansprache von Galerien und zur Teilnahme an Kunstmessen, und er erstellt Kunstgutachten für Sammlungen und Nachlässe, auf Wunsch mit einer Recherche zur Provenienz. Beim Coaching für Open Calls geht es um die Auswahl passender Ausschreibungen, den Aufbau der Unterlagen und den Motivationstext, und dasselbe Vorgehen gilt für Bewerbungen um Stipendien und bei Kunstvereinen.

Am Ende eines Pakets sollen greifbare Unterlagen stehen. Im mittleren Paket mit zehn Sitzungen sind das ein vollständiges Bewerbungsset, ein gestaltetes Portfolio und die ersten verschickten Bewerbungen. Zwischen den Terminen, die im Abstand von etwa zwei Wochen liegen, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Aufgaben, Materialien und Rückmeldungen.

Mit der Kunst in der Region ist Rácz auch als Herausgeber verbunden. Im Jahr 2014 gründete er das Onlinemagazin kunstnuernberg.de für Kunst in Nürnberg, Fürth und Erlangen, und von 2016 bis 2025 gab er die Kunsttermine Region Nürnberg in neunzehn Bänden heraus.

Einen Teil seines Wissens hat er in Praxisleitfäden mit Arbeitsteil aufgeschrieben. „Portfolio. Fertig. Zusage.“ führt in sieben Tagen zu einer Bewerbungsmappe, „Der vernetzte Künstler“ und „Die vernetzte Künstlerin“ behandeln das Netzwerk im Kunstbetrieb. Der Leitfaden „Ohne Galerie auf die Messe“ ist kostenlos und enthält einen Messekalender bis Dezember 2027. Alle Titel stehen unter ebooks.kuenstlerberatung-racz.de.

Im Weißen Schloss ist bis zum 21. März 2027 die Ausstellung „Eitel Klein. Nürnberger Malerei des 20. Jahrhunderts“ zu sehen. Kuratorenführungen gibt es am Mittwoch, 18. November 2026, und am Mittwoch, 17. Februar 2027, jeweils um 11 Uhr, und die Anmeldung ist unter 0911 237 342 60 oder mail@weisses-schloss-heroldsberg.de möglich. Im März 2027, eröffnet die Gruppenausstellung „Ans Meer. Vom Binnenland zum Sehnsuchtsort“, die Dr. Alexander Rácz kuratiert und die bis Oktober 2027 läuft. Wer als Künstlerin oder Künstler mit ihm über die eigene Arbeit sprechen möchte, findet Informationen und Termine für das Erstgespräch unter kuenstlerberatung-racz.de.

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