Mi. 10-13 Uhr / Fr-So 15-18 Uhr. Corona-Regeln beachten.

Zurück zur Übersicht

SPLASH! Eine kleine Kunst- und Kulturgeschichte des Badens

Mit „Splash! Eine kleine Kunst- und Kulturgeschichte des Badens“ wagt das Weiße Schloss Heroldsberg den Sprung ins kalte Wasser. Die mit allen Wassern gewaschene Sonderausstellung zeigt klassische Kunstwerke, Ikonen der Popkultur und nostalgische Bademode.

Badende, schwimmende oder sich am Wasser tummelnde Menschen – es gibt kaum einen bildenden Künstler der Vergangenheit oder Gegenwart, der sich nicht irgendwann im Laufe seiner Karriere mit diesem Thema befasst.

Gesellschaftsspiegel & Spannungsfeld

Eitel Klein, Im Schlossbad, 1965

Ob es sich um einen Holzschnitt des 15. Jahrhunderts oder eine Performance des 21. Jahrhunderts handelt, eine Sache bleibt doch gleich: Bilder von
Badenden haben selten eine rein dokumentarische Funktion, vielmehr sind sie immer auch ein Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse und Vorstellungen. Das Spannungsfeld zwischen Intimität und Öffentlichkeit wird dabei stets aufs Neue ausgelotet: Was soll der Betrachter (nicht) sehen? Wie viel Nacktheit ist erlaubt? Wo liegt die Grenze zwischen Konvention und

Der fränkische Künstler Eitel Klein (1906–1990) wählt in seinem ca. 1965 entstandenen Bild „Im Heroldsberger Bad“ einen ungewöhnlichen Blickwinkel, der den Betrachter selbst zum Badenden macht, so nah und verlockend erscheint das nasse Vergnügen. Neben Badebildern, die sich wie Loriots berühmter Badewannensketch in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben, werden in der Ausstellung auch Arbeiten folgender KünstlerInnen zu sehen sein: Paul Émile Chabas, Christoph Philipp Böhmländer, Hans Barthelmess, Erich Heckel, Fritz Griebel, Petra Krischke, Floris und Trang Le Ngoc.

Fritz Griebel, Skizzenbuchseite, 1950er Jahre

Wir und das Wasser – eine wechselvolle Beziehung

Neben den künstlerischen Zugängen zum Thema bietet die Ausstellung auch Einblicke in die lange Geschichte der alltäglichen Badekultur. Anhand einiger Beispiele beleuchtet sie hier schlaglichtartig das wechselhafte Verhältnis von uns Menschen zum nassen Element. Ausgefallene Bademoden vergangener Zeiten ergänzen die Präsentation.

Baden vor Ort

Auch die spannende Geschichte des rund 90 Jahre alten Schlossbades wird erzählt, das unter anderem während der Zeit des Nationalsozialismus als Judenbad diffamiert wurde. Zuletzt, 2018 wurde es zu einem der schönsten Freibäder ganz Deutschlands gewählt – nach dem Ausstellungsbesuch ist der Abstecher nach nebenan ins Bad also ein echtes Muss!

Aufgepasst: Besucher mit einer gültigen Eintrittskarte für das Schlossbad kommen im Juli & August 2019 umsonst in das Museum!

Kuratorenführungen
Sonntag, 16. Juni 2019, 15 Uhr
Sonntag, 4. August 2019, 15 Uhr

Vortrag
Was Nero ausbaden musste und wo Präsident Ebert baden ging! Eine sprichwörtliche Badekur mit Rolf-Bernhard Essig
15. September 2019, 17 Uhr

Weitere Veranstaltungen und Vermittlungsangebote (Sommerkino im Juli & Workshops rund um das Thema Seife) werden fortlaufend aktualisiert.

Ausstellungsdauer
10. Mai 2019 – 29. September 2019

Eintritt
Der Eintritt in die Dauer- und Sonderausstellungen des Weißen Schlosses Heroldsberg beträgt 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro, Schüler & Studenten 2,00 Euro).

Im Juli & August erhalten Besucher mit einer gültigen Karte des Schlossbads freien Eintritt in das Museum.

Kontakt
Weißes Schloss Heroldsberg
Kirchenweg 4
90562 Heroldsberg
Telefon: 0911 518 75 35
E-Mail: mail@weisses-schloss-heroldsberg.de

Öffnungszeiten
Mittwoch: 10.00 Uhr – 13.00 Uhr
Freitag – Sonntag: 15.00 Uhr – 18.00 Uhr
Sonderöffnung auf Anfrage

Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei Museumsleiter Eberhard Brunel-Geuder unter Telefon 0911 / 518 75 35.

Diese Information als PDF…

Weißes Schloss Heroldsberg © 2021
Datenschutzbestimmungen | Impressum