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Der Brautbecher im Trausaal des Weißen Schlosses Heroldsberg

Nürnberger Brautbecher mit den Wappen der Geuder und Ott, Silber, um 1900, Leihgabe Rotes Schloss

Er zählt sicher zu den schönsten Räumen im Weißen Schloss: der Trausaal. Rund 150 Paare pro Jahr geben sich – im feierlichen Rahmen von Wappen, historischen Porträts der Partizierfamilie Geuder und barockem Mobiliar – das Ja-Wort.

Nürnberger Brautbecher mit den Wappen der Geuder und Ott, Silber, um 1900, Leihgabe Rotes Schloss

Nürnberger Brautbecher mit den Wappen der Geuder und Ott, Silber, um 1900, Leihgabe Rotes Schloss

Ein ganz besonderes Stück, das im Trausaal ausgestellt ist, ist der Nürnberger Brautbecher in Silber: Im Jahr 1901 bekamen ihn Freiherr Adolf von Geuder und seine Frau Charlotte zur Goldenen Hochzeit geschenkt. „Wem Gott je solch Weib gegeben, des lebt er noch eins so lange“, so die Inschrift um die beiden Wappen des Jubelpaares.

Der Becher besteht aus zwei miteinander verbundenen und in sich beweglichen Kelchen. Ein sich gegenüberstehendes Paar kann gleichzeitig daraus trinken, der Bräutigam aus dem großen, die Braut aus dem kleinen Kelch. Brautpaare, die sich im Weißen Schloss trauen lassen, können dies mit einer Replik des Brautbechers nachempfinden und mit einem Schluck Sekt ihre Ehe besiegeln.

Rund um diesen Brautbecher gibt es eine wunderbare Sage: Die Tochter eines Edelmannes hatte sich unsterblich in einen jungen Goldschmied verliebt, aber aus Standesgründen war damals eine Beziehung zwischen den beiden völlig ausgeschlossen. Erst durch seine geniale Erfindung des Brautbechers und nach der Erfüllung einer eigentlich unlösbaren Aufgabe konnte er das Herz des Vaters der jungen Adligen erwärmen. Das Paar durfte am Schluss doch noch heiraten. Seit dieser Zeit ist der Brautbecher ein Symbol für die Liebe, Treue und Hoffnung auf das große Glück für jedes Paar, das bei seiner Hochzeit aus diesem Becher trinkt.

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