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Werk des Monats im September

Das Wappen der Geuder von Heroldsberg

Entstehungsjahr: 1560| Technik: Aquarell | Weißes Schloss Heroldsberg

Wappen der Geuder von Heroldsberg,
24 cm x 16 cm

Werk des Monats September ist diese feine Aquarellmalerei aus dem Jahr 1560. Zu sehen ist das Wappen der Geuder von Heroldsberg, die ab 1349 zu den ratsfähigen Familien der Reichsstadt Nürnberg gehörten.

Das Wappen zeigt drei weiße Sterne auf blauem Grund, in der Mitte eine Art weiße Raute. Die Helmzier ist von einer goldenen Krone bedeckt, darüber steht ein Stern, ebenfalls in den Farben weiß und blau.

Das vermutlich älteste bekannte Geuderwappen stammt aus der Zeit um 1365 und befindet sich im Chorraum der Frauenkirche in Nürnberg. Aus dem Jahr 1472 stammt eine Urkunde von Kaiser Friedrich III., in der der Kaiser der Familie Geuder das Wappen bestätigt und für besondere Verdienste die goldene Krone als Wappenverbesserung hinzufügt.

Im Laufe der Jahrhunderte, vor allem in der Barockzeit, hat sich das Aussehen des Geuderwappens dem jeweiligen Stil der Zeit angepasst.

Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation wurde die Reichsstadt Nürnberg dem Königreich Bayern eingegliedert. Die früheren Nürnberger Patrizierfamilien wurden in der Folge vom Bayerischen König in den Freiherrnstand erhoben. Spätestens seit dieser Zeit hat die Krone des Geuderwappens sieben Zacken als Symbol der Zugehörigkeit zum Freiherrnstand.

Totenschild für Hans Christoph Geuder,
1580, St. Egidien Kirche zu Beerbach.

Das Wappen der Geuder begegnet dem aufmerksamen Besucher überall im Großraum Nürnberg, dort vor allem in den Kirchen in Form von Totenschilden oder in Glasfenstern.

Gleiches gilt für Heroldsberg, dem Stammsitz der Geuder. In der Heroldsberger St. Matthäus Kirche findet man das Wappen auf Epitaphien sowie einem Totenschild und in den Glasfenstern im Chorraum. Da die Geuder auch die Patronatsrechte hatten, ziert deren Wappen die ehemalige Herrschaftsloge in St. Matthäus. Ein besonders schönes Totenschild mit Geuderwappen hängt im Chorraum der Kirche von Beerbach.

Eberhard Brunel-Geuder, September 2021

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